Glossar

Hier findet Ihr ein Glossar der Wörter, die auf unserer Seite oft verwendet werden. Dazu Publikationen und Facharbeiten, die der Verein NARKO-NE herausgibt, so wie relevante Arbeiten aus dem Bereich Suchtprävention, die von Drittpersonen, anderen Institutionen oder Organisationen publiziert wurden.

Glossar:

Universelle Prävention ist auf alle Kinder und Jugendliche und ihr soziales Umfeld ausgerichtet (Intercity Theaterprojekt, das Magazin Preventeen, Interkulturelle kreative Sommerwochen).

Selektive Prävention ist auf Kinder und Jugendliche ausgerichtet, die in Gefahr sind, sozial ausgeschlossen zuwerden (Älterer Bruder, ältere Schwester, Ausbildung von MentorInnen für die Arbeit mit Kindern).

Indizierte (Sucht)prävention identifiziert Menschen, die hohe Risikofaktoren für die Entwicklung eines Drogenmissbrauchs in ihrem späteren Leben aufweisen (wie z.B. psychiatrische Erkrankungen, Schulschwierigkeiten, asoziales Verhalten, usw.) oder schon frühe Anzeichen eines Suchtmittelmissbrauchs zeigen (aber die DSM-IV Kriterien für Abhängigkeit nicht erfüllen). Für diese Individuen werden besondere Massnahmen ergriffen. Ihr Ziel ist nicht unbedingt die Verhinderung eines Drogenmissbrauchs, sondern die Verhinderung der (schnellen) Entwicklung einer Sucht, so dass die Häufigkeit des Konsums verringert wird und der „gefährliche“ Konsum von Suchtmitteln verhindert wird (z.B. gemässigtes anstatt masslosem Trinken von Alkohol).

Die indizierte Prävention richtet sich an einzelne Menschen, die Risikoverhalten zeigen, aber die Kriterien einer Abhängigkeit (noch) nicht erfüllen. Beispiel einer solchen Zielgruppe sind Jugendliche, die an Wochenenden in grossen Mengen Alkohol konsumieren. 

Primärprävention baut auf der Salutogenese auf und meint alle Aktivitäten, die eine gesunde und normale Entwicklung von Kinder und Jugendlichen unterstützen, d.h. Aktivitäten, die dem Entstehen von Problemen vorbeugen. Das Ziel der Primärprävention ist die Förderung eines gesunden Lebensstils, d.h. der Aufbau und die Stärkung von Schutzfaktoren und den Abbau von Risikofaktoren für eine gesunde Entwicklung.

Sekundärprävention ist auf die frühe Aufdeckung und Lösung bestehender Probleme in frühen Phasen eines Drogenmissbrauchs fokussiert. Sie will die Folgen des Missbrauchs verringern, alle Arten von Kriminalität verhindern und schliesst auch die Behandlung von Zuständen ein, in denen die Symptome der Krankheit schon sichtbar sind.

Tertiärprävention ist auf Entzug ausgerichtet mit dem Ziel langfristige Abstinenz zu erreichen, die negativen Folgen des Drogenmissbrauchs zu verringern, den Abhängigen zu rehabilitieren und zu resozialisieren.

Suchtmittel werden in zwei Gruppen aufgeteilt: Psychoaktive Substanzen und Suchtverhalten. Psychoaktive Substanzen werden in legale (Zigaretten, Alkohol, Medikamente) und illegale (Marihuana, Exstaxy, LSD,...) aufgeteilt. Suchtverhalten meint jede Aktivität, von der wir abhängig werden können wie zum Beispiel: Sportwetten, Videospiele, Internet, Shopping, schnelles Autofahren,... 

Resilienz bezeichnet die Möglichkeit einer guten Anpassung an schwierige Situationen, Traumata, Tragödien und Drohungen, also einen Prozess, in dem der Einzelne nach einem Trauma fähig ist, aus der Depression auszusteigen und weiterzuleben. NARKO-NE hat zum Ziel die Resilienz in gefährdeten Gruppen zu steigern und Kinder und Jugendliche zu stärken.

Die Salutogenese (Wissenschaft von der Gesundheit) wirkt im Gegensatz zur Pathogenese (Wissenschaft von den Ursachen, Symptomen und der Entwicklung von Krankheit) vor allem im Bereich Gesundheitsförderung und unterstützt Menschen darin, Gewohnheiten zu schaffen, die die Gesundheit erhalten und verbessern (positive Lebenseinstellung, Lernen, Arbeit, Zusammensein, Erholung, gesunde Ernährung, Sport, Pflege,...)

Sansibar ist eine alkoholfreie Bar, an der sich die Besucher von Jugendpartys Cocktails mixen, mit dem Ziel, Alkoholismus vorzubeugen. An der Sansibar gibt es Rezepte, Zutaten und Mixgeräte. So wird eine interessante Alternative zum Alkoholkonsum geboten.

Gesunde Lebensstile

Unser Lebensstil und unser Verhältnis zur Gesundheit zeigen sich vor allem in den alltäglichen Gewohnheiten, die sich positiv oder negativ auf die Gesundheit auswirken können (z.B. die Ernährung, Tabak- und Alkoholkonsum oder Gewalt).